Presets

Ein Preset ist eine kleine Vorlage „für genau einen Parameter“: Ihr Lieblings-Rotton, die Kopfposition „auf die Tanzfläche“, ein bestimmtes Gobo. Anders als eine Szene (ein Schnappschuss des gesamten Lichts) speichert ein Preset nur eine einzelne Facette — und lässt sich deshalb auf alles anwenden: Sie starten eine beliebige Szene, klicken auf das Preset „Position: Tanzfläche“ — die Köpfe drehen sich, der Rest bleibt unberührt.

📍 Wo: unteres Panel → Tab „Presets“ (Stern-Symbol). Schaltfläche „+ Preset“ — zum Erstellen.

So erstellen Sie ein Preset:

  1. Wählen Sie die Geräte aus und stellen Sie das ein, was Sie merken möchten (etwa die gewünschte Farbe einstellen oder die Köpfe ausrichten). Auch die Auswahl einer Gruppe links eignet sich („Köpfe“, „Alle Geräte“, eine eigene Gruppe) — einzelne Geräte anzuklicken ist nicht nötig.
  2. Klicken Sie auf „+ Preset“ und vergeben Sie einen Namen („Rote Farbe“, „Tanzfläche“).
  3. Wählen Sie die Kategorie — was genau gespeichert werden soll:
Kategorie Was gespeichert wird
Farbe Die Farbe als Ganzes: die Mischung aus R/G/B oder CMY, einzelne LEDs (Weiß / Bernstein / UV) und die Stellung des Farbrads
Position (Pan/Tilt) Nur die Ausrichtung der Köpfe
Gobo Das gewählte Gobo, die Stellung des Goborads, die Rotation und das Prisma
Strahl (Zoom/Fokus/Frost) Die Strahlform: Breite (Zoom), Randschärfe (Fokus), Weichzeichnung durch Frostglas
Strobe Nur das Blitzen des Shutters
Alle Parameter Der gesamte Zustand der ausgewählten Geräte
  1. Das Häkchen „Auch Helligkeit (Dimmer) speichern“ ist standardmäßig gesetzt. Damit öffnet das Preset die Helligkeit der Geräte selbst: Sie drücken „Rot“ und die Geräte leuchten sofort rot, ohne dass Sie etwas von Hand nachziehen müssen. Nehmen Sie es heraus, wenn Sie eine „reine“ Farbpalette möchten, die sich über eine bereits eingestellte Helligkeit legen lässt, ohne sie zu stören (so arbeiten große Pulte).
  1. „Speichern“ — in das Preset werden die aktuellen Werte der ausgewählten Geräte geschrieben. Das Erstellungsfenster zeigt an, was genau gespeichert wird — zum Beispiel „Wird gespeichert: Köpfe (6 Stk.)“.

So wenden Sie es an: Wählen Sie Geräte (oder eine Gruppe) und klicken Sie auf das Preset — es wird auf diese angewendet; bei „Alle Geräte“ — auf alle, für die das Preset Werte enthält. „Angewendet“ meint genau eine Kategorie: ein Farb-Preset rührt die Positionen nicht an, ein Positions-Preset rührt die Farbe nicht an.

💡 Auch von Hand hinzugefügte Geräte (nicht aus der Bibliothek) werden vollständig unterstützt: Das Preset merkt sich sowohl die von Hand eingestellte Stellung des Farb-/Goborads als auch die rohen Werte der Strahlkanäle. Zoom, Fokus, Frost und Prisma erkennt das Programm selbst — auch wenn sie im Geräteprofil unter dem allgemeinen Typ „Makro“ stehen (genau so kommen sie in fast allen Profilen der integrierten Datenbank an).
💡 Den leuchtenden LED-Ring um die Linse rührt ein Farbpreset nicht an: Der Ring ist eigenes Schmucklicht und nicht die Farbe des Strahls, und das Preset „Rot“ soll nicht die Ringe des ganzen Rigs umfärben. Die Stellung des Rings lässt sich über die Kategorie „Alle Parameter“ merken.
💡 Ein Preset löscht ein Gerät nicht „nebenbei“: Kanäle, die seine Kategorie nicht betrifft (allen voran der Shutter), bleiben genau so stehen, wie sie standen. Deshalb zündet ein Farbpreset das Licht immer an, statt ein dunkles Gerät mit der richtigen Farbe zu hinterlassen.
💡 Tipp: Stellen Sie eine „Palette“ aus 5–6 Farb-Presets und 3–4 Positionen für Ihre Location zusammen — dann bauen Sie jede Szene in Sekunden aus einer Kombination von Presets zusammen, wie aus Bausteinen.
💡 Tipp: Markieren Sie häufig genutzte Presets mit einem Stern ★ — sie erscheinen im Block „Favoriten-Presets“ im Live, griffbereit während des Auftritts.
⚠️ Achtung: Beim Bearbeiten eines Presets ändern sich Name, Kategorie und das Helligkeits-Häkchen — sie werden sofort übernommen. Um die Lichtwerte selbst zu überschreiben, wählen Sie Geräte mit dem gewünschten Licht und speichern Sie das Preset erneut. Dabei werden nur die ausgewählten Geräte neu erfasst — die übrigen Geräte des Presets bleiben genau so, wie sie waren. So lässt sich ein Preset gefahrlos Kopf für Kopf korrigieren. Die Kehrseite: Ein Gerät AUS dem Preset entfernen kann das Bearbeiten nicht — dafür löschen Sie das Preset und speichern es neu.
💡 Alte Presets (und die Presets aus dem Demoprojekt) haben die Helligkeit nicht gespeichert. Um sie einem fertigen Preset hinzuzufügen, ohne es neu zu bauen: Stellen Sie den Geräten die gewünschte Helligkeit ein, öffnen Sie das Preset mit dem Stift, setzen Sie das Häkchen „Auch Helligkeit speichern“ und drücken Sie „Speichern“.
Abb. 06.02.1 — Tab „Presets“ und Editor mit Kategorien
Abb. 06.02.1 — Tab „Presets“ und Editor mit Kategorien