Der Konstruktor ist ein Schritt-für-Schritt-Assistent zum Erstellen eines Profils für ein nicht standardmäßiges Gerät, das es in der Bibliothek nicht gibt: ein Spider, einen Mehrstrahl-Kopf, eine Matrix, eine LED-Leiste, einen Scanner. Er baut ein „erweitertes Profil“ (.svf v2) zusammen, das nicht nur die Kanäle, sondern auch die Form des Geräts kennt — das wird für eine ansprechende Darstellung im Visualizer gebraucht.
Vor dem Start
Öffnen Sie die DMX-Tabelle in der Anleitung und wählen Sie den Modus, der am physischen Gerät eingestellt ist. Geben Sie für den ersten Modus einen Profilnamen ein und fügen Sie die Kanäle zeilenweise ein, zum Beispiel:
1: Pan
2: Tilt
3: Dimmer
4: Red
5: Green
6: Blue
Zeilen ohne Nummer werden ebenfalls akzeptiert; ausdrückliche Nummern machen Lücken jedoch leichter sichtbar. Übernehmen Sie die Namen aus der Anleitung: Das Programm versucht Pan, Tilt, Dimmer, RGB/CMY, Strobe, Gobo, Zoom und weitere Rollen automatisch zu erkennen.
Die sieben Schritte des Assistenten
- Daten — Profilname und Kanaltabelle des gewählten DMX-Modus.
- Typ — Lichtgerät, Effekt oder dekoratives Gerät.
- Bewegung — statisches Gehäuse, Pan/Tilt, Scanner-Spiegel, interne Drehung oder unabhängig bewegte Strahlen.
- Emitter — einzelner Strahl, Linie, Matrix, Kugel, Waben, Fächer und weitere Anordnungen. Daraus leitet das Programm eine passende Form (Topologie) ab.
- Details — Anzahl der Köpfe, Emitter/Strahlen und deren Abstand. Die Felder hängen von der gewählten Form ab.
- Optionen — zusätzliche Geräteeigenschaften (Strobe, Laser, Gobo- und Farbräder, Zoom, Prisma, Frost, endlose Rotation) und der Achsenweg in Grad.
- Strahlwinkel — ungefähre Breite als Beam / Spot / Wash / Flood oder ein genauer Winkel in Grad. Besitzt das Gerät Zoom, geben Sie dessen Bereich an.
Rechts bleibt eine Live-3D-Vorschau sichtbar. Sie zeigt die Geometrie des Profils, nicht die tatsächliche Position des Geräts auf der Bühne.
Achsenweg (Schritt „Optionen“)
Pan-Weg und Tilt-Weg — wie viele Grad das Modell von Anschlag zu Anschlag dreht. Der Wert steht im Datenblatt des Geräts („Pan 540° / Tilt 270°“) und bestimmt, wie weit sich der Kopf im Visualizer bewegt und wohin der Strahl tatsächlich zeigt: Die Skala 0–100 % deckt den gesamten Weg ab, 50 % ist die Mitte (Strahl senkrecht nach unten).
Bleiben die Felder leer, gilt der Werkswert: Pan 540°, Tilt 270°. Das Häkchen „Endlose Rotation (360+)“ macht Pan endlos: 360° Weg ohne Anschläge, wobei 0 % und 100 % dieselbe Stellung sind. Einige Archetypen bringen eigene Datenblattwerte mit — ein Spiegelscanner startet mit Pan 180° / Tilt 90°, ein Galvo-Laser mit 50° pro Achse.
Alle nach diesem Profil erstellten Geräte übernehmen den Wert. Ein einzelnes Gerät lässt sich später im Patch anpassen — Block „Bewegung (Pan / Tilt)“.
Kanäle prüfen und mehrere DMX-Modi verwenden
Prüfen Sie das Erkennungsergebnis in der unteren Tabelle:
- Rolle — was der Kanal steuert. Bei einer falschen Erkennung wählen Sie den richtigen Typ manuell.
- Segment — zu welchem Strahl, Pixel oder beweglichen Teil der Kanal gehört. Gemeinsame Kanäle können ungebunden bleiben.
- Sicherheit — wie zuverlässig die Rolle aus dem Namen ermittelt wurde.
- Test — hebt den gewählten Kanal kurz im Konstruktor hervor.
Hat das Gerät mehrere DMX-Modi, klicken Sie auf „+ Modus“. Ein neuer Modus beginnt mit einer leeren Tabelle: Gehen Sie zum Schritt „Daten“ zurück und fügen Sie dessen eigene Kanalliste ein. Beim Wechsel der Modus-Registerkarte zeigt der Editor die Tabelle des ausgewählten Modus. „Auto-Mapping von …“ kopiert den Basismodus als Vorlage; ergänzen oder entfernen Sie anschließend die abweichenden Kanäle. Wählen Sie vor dem Speichern den Modus, der im Projekt aktiv sein soll.
Speichern und Fehler beheben
Klicken Sie auf „Fertig“. Der Konstruktor prüft das Profil: Kritische Fehler verhindern das Speichern und werden rot markiert, Warnungen gelb. Der Hinweis unter der Tabelle erklärt das Problem und führt zum betroffenen Kanal. Prüfen Sie besonders leere Modi, doppelte Kanalnummern, fehlende Pflichtkanäle und nicht zugeordnete Segmente.
„Veröffentlichen“ führt zuerst dieselbe Prüfung aus und bietet anschließend das Senden an die Community-Bibliothek an. Verwenden Sie den genauen Modellnamen, damit andere Benutzer das Profil finden.
