Die Smart-Fernbedienung macht Ihr Telefon zur Fernbedienung für Gerätetests. Sie stehen an der Traverse und haben die Fader in der Hand: Gerät hervorheben, Kanäle bewegen, prüfen, ob es lebt und richtig adressiert ist. Auf dem Telefon muss nichts installiert werden — es öffnet sich eine normale Seite im Browser.
Ein Tablet eignet sich genauso gut wie ein Telefon. Es verbindet sich genauso — über den QR-Code, ohne Installation —, und auf dem größeren Bildschirm lassen sich Fader und Schaltflächen bequemer mit dem Finger treffen. Ein Tablet auf einem Ständer neben dem Computer wird zu einem eigenen, dritten Bildschirm: Geräte und ihre Kanäle sind stets griffbereit und nehmen im Programmfenster keinen Platz weg.
Verbinden
- Fenster Smart-Fernbedienung öffnen und Einschalten drücken.
- Beim ersten Start fragt Windows nach Netzwerkzugriff — „Zugriff zulassen“ drücken. Sonst findet das Telefon das Programm nicht.
- Telefonkamera auf den QR-Code richten — die Fernbedienungsseite öffnet sich.
- Im Fenster am Computer erscheint „Verbundene Geräte: 1“ und der Name des Telefons.
Funktioniert die Kamera nicht, öffnen Sie die unter dem Code stehende Adresse (z. B. http://192.168.0.6:9520) und geben Sie die PIN aus dem Fenster ein.
Die eine Voraussetzung: dasselbe Netz
Computer und Telefon müssen im selben WLAN sein. Internet ist nicht nötig — das Telefon spricht direkt mit dem Computer, die Fernbedienung funktioniert also auch in einem Saal ganz ohne Internet.
Gibt es kein gemeinsames Netz: Hotspot am Telefon einschalten, den Computer damit verbinden und das Fenster Smart-Fernbedienung neu öffnen — der QR-Code wird für die neue Adresse aktualisiert. Die Reihenfolge zählt: erst den Computer verbinden, dann den Code öffnen.
Wenn das Telefon sich nicht verbindet, obwohl das Netz gemeinsam ist:
- prüfen, ob im Firewall-Dialog „Zugriff zulassen“ gedrückt wurde;
- die Zeile „Netzwerk:“ im Fenster ansehen. Bei aktivem VPN oder virtuellen Adaptern kann deren Adresse vorgeschlagen werden — wählen Sie das Netz, in dem das Telefon ist (meist
192.168.x.x). Der QR-Code wird sofort aktualisiert, nichts muss neu verbunden werden; - Gastnetze isolieren Geräte oft voneinander — dort hilft nur der Hotspot am Telefon.
Arbeitsflächen: eigenes Tastenlayout für die Show (PRO)
Alles oben Beschriebene betrifft das Einrichten und Prüfen von Geräten. Eine Arbeitsfläche ist etwas anderes: Ihre eigene Tastenseite auf dem Telefon, mit der sich die Show führen lässt. Eine Kachel startet eine Szene, einen Chase, eine Playlist oder eine ganze Playlist-Warteschlange; daneben liegen Helligkeitsfader.
Wie es funktioniert. Das Layout bauen Sie vorab am Computer und drücken vor Ort einfach Tasten am Telefon. Eine Telefontaste drückt dieselbe Taste, die Sie sonst mit der Maus anklicken: Programm und Telefon zeigen immer dasselbe, und Blackout, Master-Fader sowie Prioritäten arbeiten wie gewohnt.
So bauen Sie ein Layout:
- Links auf „+“ drücken — es entsteht ein neues Layout (standardmäßig 3 Spalten × 5 Zeilen, gut für das Telefon in der Hand).
- Vergeben Sie einen klaren Namen: „Erster Teil“, „Disco“, „Reden“.
- Wählen Sie je Taste, was sie tut: Szene, Chase, Playlist, Playlist-Warteschlange oder Aktion (Blackout, alles stoppen, Chase-Schritt, nächster Playlist-Schritt, Playlist stoppen).
- Optional eine eigene Beschriftung („CHOR“ statt eines langen Szenennamens) und eine Farbe — eine farbige Kachel findet man im dunklen Saal sofort. Ohne Beschriftung steht der aktuelle Szenenname darauf: Szene umbenannt, Taste folgt.
- Unten die Fader zuweisen: „Gesamthelligkeit“ ist der Master-Fader des Programms, „Live-Fader N“ ein Fader aus dem LIVE-Tab. Am Telefon bewegt — am Computer bewegt.
Die „Flash“-Taste. Eine Szenentaste hat das Kästchen „Flash (solange gehalten)“. Eine normale Taste ist ein Schalter: drücken zum Ein-, erneut drücken zum Ausschalten. Flash arbeitet wie ein Pedal: Die Szene leuchtet nur, solange der Finger auf der Taste liegt; beim Loslassen kehrt das Licht zum vorherigen Zustand zurück. Ein Mittel für Akzente — ein Schlag im Refrain, ein Blitz auf ein Stichwort. Zwei bewusste Feinheiten: War die Szene schon vor dem Druck aktiv, schaltet das Loslassen sie nicht aus (das Programm nimmt nur zurück, was diese Taste gestartet hat); reißt die Verbindung bei gehaltener Taste ab, wird die Szene automatisch freigegeben — das Licht bleibt nie hängen. Am Telefon hat eine solche Taste einen gestrichelten Rand und das Zeichen ⌁.
Schon Pads im LIVE gebaut? Die Schaltfläche „Aus einer Live-Bank füllen…“ überträgt ein fertiges Layout aus Szenen und Chases mit einem Klick. Es ist eine Kopie: danach leben Fernbedienungslayout und Live-Bank unabhängig voneinander.
Es sind mehrere Layouts möglich — eines je Programmteil. Am Telefon wird oben über eine Leiste umgeschaltet.
So sieht es am Telefon aus
Am Telefon erscheint die Taste „Show“ (nur wenn Layouts existieren und die PRO-Erweiterung aktiv ist). Auf diesem Bildschirm:
- oben — der Layout-Umschalter und die Zeile „Jetzt / Weiter“: was läuft und was als Nächstes kommt;
- in der Mitte — Ihre Tasten; die gerade laufende ist umrandet;
- unten — Fader sowie die Tasten „Geräte“, „Sperre“, „Blackout“.
Eigens für den dunklen Saal gemacht:
- Gefährliche Tasten brauchen Halten. „Blackout“ und „Alles stoppen“ lösen erst nach etwa einer halben Sekunde Halten aus (ein Balken läuft über die Kachel). Eine zufällige Berührung in der Tasche oder mit dem Ellbogen beendet die Show nicht.
- Bildschirmsperre. Die Taste „Sperre“ legt eine Abdeckung über den Bildschirm; das Entsperren verlangt ebenfalls eine Sekunde Halten. Praktisch, wenn das Telefon zwischen den Teilen in der Tasche steckt.
- Der Bildschirm schläft nicht ein, solange der Show-Bildschirm offen ist: das Telefon im Dunkeln zu suchen und aufzuwecken, genau wenn eine Taste gebraucht wird, ist das Schlimmste, was passieren kann.
- Ein Fader springt nicht unter dem Finger, selbst wenn der Wert gleichzeitig am Computer verändert wird.
Reißt die Verbindung ab (außerhalb des WLANs, leerer Akku), läuft alles, was Sie per Taste gestartet haben, weiter. Das ist Absicht: Szenen und Playlists sind normale Wiedergabe des Programms, und sie wegen eines verschwundenen WLANs zu stoppen, wäre gefährlicher.
Was die PRO-Erweiterung umfasst. Ein Layout zu bauen und sich anzusehen, wie es funktioniert, geht auch ohne PRO — das Fenster öffnet sich vollständig, die Tasten lassen sich anordnen. Zur PRO-Erweiterung gehören das Speichern des Layouts im Projekt und die Arbeit damit am Telefon: Ein Klick auf „Speichern“ ohne PRO sagt das ehrlich und bietet einen Link zum Konto an; bereits früher Gespeichertes bleibt unversehrt.
Layouts liegen im Projekt und reisen mit ihm: Dieselbe .smp auf einem anderen Computer geöffnet — die Layouts sind da. Wird eine Szene oder Playlist gelöscht, wird ihre Taste einfach leer — „tote“ Tasten ohne Funktion bleiben nicht zurück.
Eigene Portnummer
Normalerweise ist hier nichts zu ändern: Das Programm belegt selbst eine freie „Türnummer“ aus dem Bereich 9520–9529 und schreibt sie in den QR-Code. Das Feld „Port“ im Fernbedienungsfenster hilft in drei Fällen:
- der Port ist von einem anderen Programm belegt und die Fernbedienung startet nicht;
- im Saalnetz sind nur bestimmte Ports offen (Netzwerkfilter);
- am Router ist eine bestimmte Nummer weitergeleitet.
Tragen Sie eine Zahl von 1024 bis 65535 ein und drücken Sie Enter (oder verlassen Sie einfach das Feld) — die Nummer wird gespeichert. Ein leeres Feld stellt die übliche automatische Wahl wieder her. Ist die Fernbedienung in diesem Moment eingeschaltet, startet sie neu und das Telefon muss sich erneut verbinden.
Ist der eingetragene Port belegt, nimmt das Programm nicht stillschweigend den nächsten — es nennt die Nummer, die freigegeben oder geändert werden muss. Das ist Absicht: Die Nummer steht im Saalfilter oder in der Router-Weiterleitung, ein stiller Ersatz würde Ihnen einen toten QR-Code ohne erkennbaren Grund hinterlassen.
Die Einstellung gehört zu diesem Computer, nicht zum Projekt: Auf einem anderen Notebook gilt dort dessen eigener Port.
Was per Telefon möglich ist
Geräteliste. Alle Geräte des geöffneten Projekts mit Adresse, dazu Suche und Typfilter. Ein Tipp auf die Glühbirne hebt das Gerät hervor: es geht auf volles Weiß, damit Sie es mit dem Auge finden. Es leuchtet immer nur ein Gerät — so ist klar, welches geantwortet hat.
Gerätekarte. Ein Tipp auf die Zeile zeigt Fader für alle Kanäle — dieselben Farben wie im Programm, nur größer, für den Finger. Unter jedem Fader stehen Kanalname und die echte DMX-Adresse, praktisch zum Abgleich mit dem Menü des Geräts. Hier liegen auch die Schnellregler: acht Farben und ein Feld zum Ausrichten des Moving Heads.
Adresstest. Schaltfläche „Adr.-Test“ in der Geräteliste. Universum, Adresse und Wert einstellen — der Kanal leuchtet, auch wenn das Gerät noch nicht im Projekt ist. Die Tasten „vorherige/nächste Adresse“ helfen beim Abgehen einer Kette: die vorherige Adresse wird automatisch gelöscht.
Blackout ist auf jedem Bildschirm des Telefons erreichbar und wirkt wie dieselbe Taste im Programm.
Wissenswert
- Die Fernbedienung überschreibt, was das Programm spielt: Hervorheben mitten in der Show, und das Gerät antwortet. Gerät freigeben und Alle freigeben geben es der Show zurück.
- Blackout und der Master-Fader am Computer löschen auch das, was das Telefon eingeschaltet hat. Sicherheit geht vor Komfort.
- Alles, was Sie vom Telefon aus tun, ist im Visualizer sichtbar — in 2D und in 3D.
- Die Fader im Programm bewegen sich dabei nicht — absichtlich: die Fernbedienung überschreibt das Licht nur vorübergehend und bearbeitet nicht das Projekt, damit ein versehentlicher Fingerzug keine gespeicherte Szene überschreibt.
- Verliert das Telefon die Verbindung (außer WLAN-Reichweite, Bildschirm aus), gibt das Programm die gehaltenen Kanäle selbst frei — das Licht bleibt nicht hängen.
- Die Fernbedienung läuft nur bei eingeschaltetem Schalter, und verbinden kann sich nur, wer den Code aus dem QR oder die PIN hat. Schalter aus oder Programm geschlossen — Tür zu.