Wenn Sie bereits ein Geräteprofil als Datei haben (aus SvetoMaster oder einem anderen Programm) — können Sie es importieren, ohne die Kanäle neu einzurichten. Und ein ganzes Projekt aus QLC+ lässt sich samt Geräten, Szenen und Chases übernehmen.
📍 Wo: „Gerät hinzufügen“ → Abschnitt „Aus Datei importieren“ (für einzelne Profile). Der Import eines ganzen QLC+-Projekts wird aus dem Programm-Menü gestartet.
Import eines einzelnen Profils
| Format | Woher / was übernommen wird |
|---|---|
| .svf | Ein in SvetoMaster gespeichertes Profil (Schaltfläche „Export (.svf)“) |
| .fxt / .pff | Ein Profil aus dem Programm FreeStyler |
| .qxf | Ein Profil aus QLC+. Enthält die Datei mehrere DMX-Modi — bietet das Programm an, den passenden zu wählen |
| .xml | Ein Profil für das GrandMA2-Pult — solche Dateien veröffentlichen die Gerätehersteller oft selbst. In einer Datei steckt immer genau ein Modus, es ist also nichts auszuwählen |
| .gdtf | Der moderne gemeinsame Standard (MA3, Onyx, Capture und Depence verstehen ihn). Tausende Profile von den Herstellern selbst liegen in der offenen Bibliothek GDTF Share. Eine Datei enthält meist mehrere Modi — das Programm bietet an, den passenden zu wählen |

So importieren Sie:
- „Gerät hinzufügen“ → „Aus Datei importieren“ → wählen Sie das Format.
- Geben Sie die Datei an. Das Gerät wird zum Patch hinzugefügt, und der Kanaleditor öffnet sich sofort.
⚠️ Achtung: Beim Import gleicht das Programm das Profil ab, und falls etwas nicht vollständig übernommen wurde (z. B. nicht standardisierte Kanäle), zeigt es den Hinweis „prüfen Sie das Profil im Patch“. Das ist kein Fehler — nur ein Signal, einen Blick in den Editor zu werfen und sich zu vergewissern, dass die Kanäle stimmen.
💡 Zu GrandMA2-Profilen: Dort sind die Kanäle nicht als Text, sondern über die Servicecodes des Pults beschrieben — die Kanalbedeutung wird deshalb genauer übernommen als aus anderen Formaten, meist gibt es nichts zu prüfen. Zwei Dinge liefert eine solche Datei jedoch nicht. Gobo-Bilder — in MA2 sind sie ein Verweis auf die interne Bibliothek des Pults, die wir nicht haben; das Bild wird deshalb über den Slotnamen zugeordnet. Radfarben — sie lassen sich in MA2 selbst eintragen, doch viele Hersteller lassen diese Spalte leer (dann wirken die Slots auch auf einem echten Pult leer). Sind die Slots ohne Farben angekommen, tragen Sie sie von Hand im Kanaleditor ein — einmalig, danach ist das Profil fertig gespeichert.
💡 Zu GDTF-Profilen: Das ist das genaueste verfügbare Format — nehmen Sie das Gerät nach Möglichkeit darin. Die Kanäle sind über Servicecodes beschrieben (wie bei GrandMA2), die Bedeutung wird also aus dem Code übernommen und nicht am Namen erraten. Eine Einschränkung: Ändert ein Kanal seine Bedeutung je nach einem anderen Kanal (etwa bei ein- und ausgeschalteter Lampe), nimmt das Programm jenes Verhalten, das die Datei selbst als Ausgangsverhalten benennt. Darüber hinaus enthält die Datei, was sonst niemand liefert: die echten Farben der Radslots — nicht „irgendein Blau“, sondern die gemessene Farbe genau dieses Glases, sodass das Rad im Programm so aussieht, wie das Gerät leuchtet — und die echten Gobo-Bilder, die direkt in der Datei liegen. Die Muster landen in Ihrer Sammlung „Meine Gobos“ unter dem Namen „Gerät — Slot“ und lassen sich danach wie eigene Bilder verwenden. Ein leerer Slot („Open“) bekommt kein Bild — dort strahlt das Gerät ungehindert hindurch. Außerdem kommen die Datenblattwerte mit: der Abstrahlwinkel, die Zoom-Grenzen und wie weit sich der Kopf tatsächlich dreht (etwa 220° Tilt statt „ungefähr wie bei allen“) — im Visualizer bewegt sich der Kopf dann wie das echte Gerät und der Zoom öffnet genau auf die Datenblattwerte (beim Clay Paky Sharpy Plus 3…36°, beim Ayrton Ghibli 7…56°). Von dort kommen auch die Abmessungen des Geräts, sodass es in der 3D-Ansicht wie sein echtes Modell aussieht und nicht wie ein „Kopf im Allgemeinen“: der Sharpy schmal und hoch, der Ghibli breiter und länger. In GDTF sind Slotauswahl und Raddrehung getrennte Kanäle, es muss also nichts erraten werden. Profile bekommen Sie in der offenen Bibliothek GDTF Share — dort ist eine kostenlose Registrierung nötig.
⚠️ Gesondert warnt das Programm, wenn kein Helligkeitskanal gefunden wurde. In FreeStyler- und QLC+-Dateien sind die Kanäle nur durch Textnamen beschrieben, die der Autor des Profils vergeben hat — deshalb lässt sich die Bedeutung eines Kanals gelegentlich nicht erkennen. Ein Gerät ohne Helligkeitskanal reagiert nicht auf den Helligkeitsfader: Öffnen Sie den Editor und weisen Sie dem richtigen Kanal den Typ „Dimmer“ zu.
⚠️ Noch eine Warnung — „Helligkeit und Strobe liegen auf einem Kanal“. Bei günstigen LED-Geräten erledigt der erste Kanal oft beides (im Profil heißt er etwa „Dimmer/Strobe“). Die Helligkeit läuft darüber sofort, der Strobe-Fader jedoch nicht: In einen DMX-Kanal kann nicht von zwei Stellen geschrieben werden, und das Programm kann nicht erraten, ab welchem Wert bei Ihrem Gerät der Strobe-Bereich beginnt. Für den Strobe beschreiben Sie die Kanalfunktionen (Bereiche) im Editor — nach der Tabelle in der Geräteanleitung. Danach erscheint über dem Fader eine Modusliste und der Strobe funktioniert.
💡 Tipp: Wenn die Kanäle stimmen, drücken Sie im Editor „Profil speichern“ — es landet unter „Meine Profile (.svf)“, und im nächsten Projekt wird das Gerät aus der Bibliothek bereits korrekt hinzugefügt. Kanalkorrekturen liegen im Projekt und im
.svf-Profil, in die ursprüngliche FreeStyler- oder QLC+-Datei werden sie nicht zurückgeschrieben — ein erneuter Import derselben Datei liefert also wieder die Ausgangsfassung.Import eines QLC+-Projekts (.qxw)
Das ist die Übernahme einer ganzen Show, nicht eines einzelnen Geräts: Das Programm liest den QLC+-Arbeitsbereich und übernimmt Geräte + Szenen + Chases.
- Starten Sie den Import eines QLC+-Projekts und wählen Sie die Datei
.qxw. - Es öffnet sich ein Berichtsfenster: wie viele Geräte genau/ungefähr zugeordnet wurden, wie viele Szenen und Chases übernommen werden.
- Bestätigen Sie — das aktuelle Projekt wird durch den Inhalt aus QLC+ ersetzt.
⚠️ Achtung: Der Projektimport ersetzt Ihr aktuelles Projekt vollständig (Geräte, Szenen, Chases, Playlists). Wenn es nicht gespeicherte Arbeit gibt — speichern Sie sie zuerst. Zurückholen können Sie sie über „Datei → Aus Auto-Backup wiederherstellen“.
⚠️ Achtung: Der Import eines QLC+-Projekts ist eine Funktion im Beta-Status. Übernommen werden Geräte, Szenen und Chases; komplexe Funktionen (EFX, Matrizen, virtuelle Konsole) werden nicht übernommen — darauf wird im Bericht hingewiesen.
Um ein „natives“ SvetoMaster-Projekt (.smp) zu öffnen — verwenden Sie den Standardpunkt „Öffnen“ im Menü „Datei“ (siehe 12. Projekte und Dateien).
