Was ist der Programmer (Modus „Prog“)

„Prog“ ist der wichtigste Arbeitsraum des Programms. Hier „malen“ Sie das Licht von Hand: Sie wählen Geräte aus, geben ihnen Farbe, Helligkeit und Positionen — und speichern das Ergebnis als Szenen und Chases, um sie später in Live abzuspielen. Wenn Live das „Konzert“ ist, dann ist Prog die „Probe und das Studio“.

📍 Wo: der Modusumschalter oben im Fenster → „Prog“ (erste Schaltfläche) oder Alt+1.

So ist der Bildschirm aufgebaut:

Bereich Was dort ist
Links Visualizer (3D/2D), Sound-Monitor und darunter die Kanal-Fader der ausgewählten Geräte
Rechts Die Geräteliste: Karten, Gruppen-Chips, Suche und Filter
Unten Ein Panel mit Tabs: Fader · Szenen · Chases · Presets · Effekte · Playlists · Hyperlisten — die Kanalfader und die Steuerelemente des gewählten Geräts

Die Geräteauswahl ist der Ausgangspunkt für alles. Jede Einstellung wirkt auf das, was ausgewählt ist:

  • Klick auf eine Gerätekarte — sie auswählen (erneuter Klick — Auswahl aufheben); es lassen sich mehrere auswählen.
  • Ein bernsteinfarbenes auf der Karte heißt: Das Farbrad dieses Geräts steht auf einem Wert, der in seiner Positionstabelle fehlt. Das Gerät erhält den von Ihnen gesetzten Wert weiterhin, aber welche Farbe das ist, weiß das Programm nicht — deshalb bleibt der Strahl im Visualizer neutral. Fahren Sie über das Zeichen für die Erklärung; ergänzen Sie die Position in den Geräteeinstellungen, damit die Farbe auf dem Bildschirm erscheint. Dasselbe Zeichen steht neben dem Wert des zugehörigen Kanal-Faders — in der unteren Leiste, in der Kanalleiste und unter dem Visualizer.
  • Gruppen-Chips über der Liste — der Filter „Nach Typ“ (Scheinwerfer, Köpfe…) und „Meine Gruppen“: ein Klick auf einen Chip wählt gleich die ganze Gruppe aus.
  • Die Tasten 1–4 — schnelle Gruppenauswahl (1 = Alle).
  • Rechtsklick auf ein Gerät — Kontextmenü (nur dieses auswählen / hinzufügen / ausschließen, ein-/ausschalten, Fader zurücksetzen, umbenennen, duplizieren).
  • Erfolgt der Rechtsklick auf eines der ausgewählten Geräte, gilt die Aktion für die gesamte Auswahl — die Menüpunkte zeigen die Anzahl in Klammern, z. B. „Duplizieren (4)“. Ein Rechtsklick auf ein nicht ausgewähltes Gerät betrifft nur dieses.
  • Die Reihenfolge der Liste legt das Auswahlfeld neben der Suche fest: nach Adresse (Standard), nach Position (so, wie die Geräte auf der Bühne stehen: Reihen von vorne nach hinten, innerhalb einer Reihe von links nach rechts), nach Name oder nach Hinzufügen. Die Wahl wird gemerkt und gilt auch für die Patch-Tabelle und das Fenster des Geräte-Editors. Das Projekt selbst wird dabei nicht umsortiert — nur die Anzeige.
💡 Tipp: Ist nichts ausgewählt, werden die Fader für die aktuelle Gruppe oder alle Geräte angezeigt — so können Sie „alles auf einmal“ regeln, ohne etwas zu markieren.
💡 „Fader zurücksetzen“ (und „Alle nullen“ im Menü Geräte) setzt alle Werte auf null, lässt den Shutter aber offen: Bei den meisten Moving Heads bedeutet null auf dem Shutter „geschlossen“, und nach dem Zurücksetzen würde das Gerät weder auf Helligkeit noch auf Presets reagieren. Der Menüpunkt geht weiter: Er hält auch alles Laufende an — Szene, Chase, Effekte, Submaster und Crossfader (siehe Reset / Panic).

Layout ohne Visualizer. Wenn die 3D-Szene nicht benötigt wird (oder der Bildschirm klein ist), drücken Sie Ctrl+Shift+V — Prog gliedert sich in drei vertikale Blöcke um: Geräte → Fader → Szenen/Chases/Effekte. Erneutes Drücken stellt die klassische Ansicht wieder her; die Wahl wird gemerkt.

In diesem Layout liegt die Steuerung des ausgewählten Geräts auf der Registerkarte „Gerät“ unten: dieselben Blöcke wie in der unteren Leiste der klassischen Ansicht — Farbe, Position, Strahl / Gobo und Effekte. Reicht die Breite, sind alle Blöcke gleichzeitig nebeneinander zu sehen; reicht sie nicht (schmales Fenster oder große Oberflächenskalierung), erscheint darüber eine Leiste mit Registerkarten und die Blöcke werden einzeln über die volle Breite gezeigt. Blöcke, die ein Gerät physisch nicht hat, erscheinen nicht: Ein PAR ohne Pan und Tilt bekommt weder „Position“ noch „Effekte“.

⚠️ Achtung: Änderungen im Programmer gehen sofort an die echten Geräte (sofern DMX angeschlossen ist). Licht während eines Auftritts „heimlich“ vorzubereiten, ist Aufgabe des Blind-Modus.
Abb. 03.01.1 — Bildschirm „Prog“: Visualizer, Geräte, Fader-Panel
Abb. 03.01.1 — Bildschirm „Prog“: Visualizer, Geräte, Fader-Panel