2D-Modus: Geräte platzieren

Der 2D-Modus ist der Bühnenplan, die Ansicht von oben. Hier ordnen Sie die Geräte so an, wie sie im echten Saal stehen: wer wo, wohin gerichtet, in welcher Höhe. Diese Anordnung wird anschließend sowohl in der 3D-Ansicht als auch in den Bewegungseffekten verwendet.

📍 Wo: Visualizer → Schaltfläche 2D (oben rechts).

So platzieren Sie ein Gerät:

  1. An den richtigen Ort setzen — ziehen Sie das Gerät mit der Maus über den Plan. Die Position wird innerhalb der Location festgelegt.
  2. Drehen — ziehen Sie am Drehmarker, um festzulegen, wohin das Gerät „schaut“. Ein kleiner Strich am Gehäuse zeigt die Richtung an.
  3. Höhe festlegen — beim ausgewählten Gerät erscheint ein kleines Panel mit Montage-Schaltflächen:
Schaltfläche Höhe Rahmenfarbe des Geräts
▬ Auf dem Boden 0 m grau
⊥ Auf einem Stativ 1,5 m hell
═ Am Traversen 3 m blau
▔ An der Decke 4 m violett

Das sind die typischen Höhen. Hängt ein Gerät nicht auf einer typischen Höhe, tragen Sie Ihre eigene ein: Rechtsklick auf das Gerät → Feld Höhe, m. Dasselbe Menü öffnet ein Rechtsklick auf das Gerät im 3D-Modus, und im Patch gibt es das Feld ebenfalls. Ein leeres Feld heißt „rechne selbst“, der graue Hinweis im Feld zeigt, welche Höhe sich gerade ergibt. Und wenn im Saal Traversen stehen, lässt sich das Gerät direkt an die passende hängen — dann übernimmt es deren Höhe und fährt mit ihr mit.

Jedes Gerät zeichnet einen Strahl in die Richtung, in die es gerichtet ist — mit der aktuellen Farbe und Helligkeit. So sehen Sie sofort, wohin es leuchtet.

💡 Tipp: Ein Klick auf ein Gerät wählt es aus (es erscheint ein indigofarbener Rahmen). Ein Rechtsklick öffnet ein Kontextmenü mit Aktionen für das Gerät.

Arbeit mit mehreren Geräten gleichzeitig — so entsteht ein Rig für einen konkreten Saal in Minuten und nicht Gerät für Gerät:

Aktion Wie
Mehrere auswählen Strg+Klick auf die Geräte — einzeln in die Auswahl und wieder heraus
Mit einem Rahmen auswählen Ziehen Sie mit der Maus über eine leere Stelle des Plans — in die Auswahl kommen alle Geräte, deren Mittelpunkt im Rahmen liegt. Mit gedrückter Strg-Taste (oder Shift) ergänzt der Rahmen die bestehende Auswahl
Als Gruppe verschieben Fassen Sie mit der Maus irgendein ausgewähltes Gerät an — alle fahren mit und behalten ihre gegenseitige Lage. Am Rand der Location stoppt die Gruppe als Ganzes, statt zusammenzuschieben
Gruppe drehen Shift + Ziehen an einem der ausgewählten Geräte — alle Gehäuse drehen sich in dieselbe Richtung
Höhe für die Gruppe setzen Rechtsklick auf eines der ausgewählten → Abschnitt „Montage“: Boden ▬ / Stativ ⊥ / Traverse ═ / Decke ▔
Richtung für die Gruppe setzen Ebenda — die Abschnitte „Horizontal (Pan)“ und „Vertikal (Tilt)“
💡 Vertan? Strg+Z stellt die Geräte an ihre alten Plätze zurück: Ein Verschieben auf dem Plan wird rückgängig gemacht wie jede andere Änderung auch.

Beschriftungen auf dem Plan. Die Schaltfläche „Beschriftungen“ oben links zeigt unter jedem Gerät seinen Typ und seine DMX-Adresse — zum Beispiel „Moving Head (17)“. Praktisch, wenn im Saal viele gleiche Symbole stehen und man wissen muss, wer wer ist. Hat das Projekt mehrere DMX-Universen, erscheint in der Beschriftung auch deren Nummer („U2·17“). Die Einstellung wird gemerkt.

💡 Dasselbe schaltet im 3D-Modus die Schaltfläche „Gehäuse“ ein.

Hinweis beim Überfahren. Zeigen Sie mit dem Mauszeiger auf ein Gerätesymbol — daneben erscheinen Name, Typ und DMX-Adresse. Dafür müssen keine Beschriftungen eingeschaltet werden: Der Hinweis erscheint nur unter dem Zeiger und nur für ein Gerät.

Genaue Richtung — Rechtsklick auf ein Gerät (funktioniert in 2D und in 3D; man kann mehrere Geräte auswählen und allen zugleich zuweisen; in 2D liegt in demselben Menü auch „Montage“):

Menüpunkt Was es festlegt
Horizontal (Pan) 0–315° in Schritten von 45° — wohin das Gehäuse gedreht ist. Das ist die „Null“-Richtung, von der aus die Pan-Kanäle und die Bewegungseffekte weiterarbeiten
Vertikal (Tilt) von ↑90° bis ↓90° — die Grundneigung: 0° geradeaus, ↓ auf den Boden, ↑ nach oben
💡 Landet der Lichtkegel nicht dort, wo Sie ihn erwarten, drehen Sie genau an „Horizontal“ (der Drehung des Gehäuses) und nicht am Pan-Fader: Der Fader ist die „lebendige“ Bewegung des Kopfes und wird von Szenen und Effekten überschrieben, während die Drehung des Gehäuses eine dauerhafte Montage-Einstellung bleibt. Und wenn ein Gerät spiegelverkehrt zu den anderen fährt oder in die Wand leuchtet — schalten Sie die Invertierung ein oder verengen Sie den Sektor in den Geräteeinstellungen.
💡 Tipp: Die Montagehöhe ist nicht nur „für die Optik“. Im 3D-Modus befindet sich das Gerät genau auf dieser Höhe, und bei Moving Heads hängt davon ab, wie die Strahlen fallen: Das Programm rechnet die Neigung von der TATSÄCHLICHEN Höhe des Geräts aus, deshalb zielen ein Gerät an einer niedrigen Traverse und eines unter der Decke unterschiedlich auf ein und denselben Punkt am Boden. Stellen Sie es ehrlich ein: Boden, Stativ, Traverse oder Decke — oder tragen Sie Ihre eigene Zahl im Feld Höhe, m ein.
⚠️ Achtung: Damit die Anordnung der Realität entspricht, legen Sie zuerst die Größe der Location passend zu Ihrem Saal fest — dann stimmen die Abstände zwischen den Geräten im richtigen Maßstab.
💡 Außer den Geräten werden auf dem Plan auch Traversen aufgestellt — siehe Objekte der Location.
Abb. 08.02.1 — 2D-Plan: Geräte, Richtung und Höhe
Abb. 08.02.1 — 2D-Plan: Geräte, Richtung und Höhe