Farbverlauf: eine Farbe pro Gerät

Die gewöhnliche Palette (03.02) färbt alle ausgewählten Geräte gleich. Ein Farbverlauf macht das Gegenteil: Jedes Gerät bekommt seine eigene Farbe — je nachdem, wo es im Plan steht. Ein Regenbogen über die ganze Front, ein Sonnenuntergang vom Rand zur Mitte, eine warme und eine kalte Bühnenseite — all das ist ein Knopfdruck statt einer halben Stunde Handarbeit Gerät für Gerät.

📍 Panel Farbe (unteres Panel im Programmer, Tab „Fader“ oder die waagerechte Leiste im Modus „Ohne Visualisierung“) — die Schaltfläche „Farbverlauf“ mit dem farbigen Balken.

Der schnellste Weg

  1. Geräte auswählen (Rahmen in der 2D-Ansicht, Klicks oder eine Gruppe).
  2. Die Schaltfläche „Farbverlauf“ — den farbigen Balken — drücken.
  3. Das Fenster mit den Farbsätzen öffnet sich. Einen anklicken — und er liegt sofort über den Geräten.

Die Richtung wählt das Programm anhand der Anordnung selbst. Gefällt nicht — Strg+Z, das ist ein einziger Rückgängig-Schritt.

Es gibt einen zweiten Weg hinein: die Schaltfläche „Farbverlauf über die Geräte…“ unten im Fenster „Palette“ — wenn Sie wegen einer Farbe dort sind und sie über den Rig verteilen wollen.

Das Einstellungsfenster

Die Schaltfläche „Farbverlauf“ öffnet das Fenster „Farbverlauf“ (erneutes Drücken schließt es). Es öffnet sich am rechten Bildschirmrand, damit es die Visualisierung nicht verdeckt, und blockiert die Arbeit nicht: Es lässt sich an der Titelleiste verschieben, verdunkelt den Bildschirm nicht und schließt mit Esc. Jeder Regler wirkt sofort — die Vorschau ist die Visualisierung selbst.

Die Einstellungen sind in benannte Blöcke gegliedert: Palette, Richtung der Verteilung, Bewegung und Ergebnis. Die Hauptaktion ist die große Schaltfläche „Anwenden“ unten.

Die Fenstergröße richtet sich nach dem Monitor: Je breiter der Bildschirm, desto breiter das Fenster (Stufen ab 1600 und ab 2000 Pixel), und in der Höhe nimmt es fast den ganzen Bildschirm ein, mit Rand oben und unten.

Fertige Paletten

Sechzehn Sätze für alle Fälle:

Palette Wofür
Regenbogen, Regenbogen weich Der Klassiker: das volle Spektrum über die Front. Die weiche Variante ist pastellig und sticht auf heller Bühne nicht in die Augen
Sonnenuntergang, Sonnenaufgang Orange → Purpur → Violett und der umgekehrte Weg ins Weiß. Balladen und lyrische Momente
Ozean, Eis Kalte türkis-blaue Verläufe
Feuer, Gold Warmer Bereich von Dunkelrot bis Gelb
Neon, Ultraviolett, Bonbon Grelle Disco-Kombinationen
Dschungel, Smaragd, Polarlicht Grün-türkiser Bereich
Warm — kalt Bernstein → Weiß → Hellblau. Ein Theatertrick: eine Seite ist die „Sonne“, die andere der „Mond“
Rot — Blau Zwei Farben ohne Zwischentöne — hart, für Akzente

Die eigene Palette

Unter den fertigen Sätzen liegen die Punkte der aktuellen Palette. Ein Punkt ist eine Farbe samt Position:

  • Klick auf ein Quadrat — den Punkt auswählen;
  • die Pipette links — seine Farbe ändern;
  • der Schieberegler — den Punkt entlang der Palette verschieben (näher an den Anfang oder ans Ende);
  • „+“ fügt einen Punkt hinzu, der Papierkorb entfernt ihn (weniger als zwei gibt es nie).

Übergang — wie die Farben ineinanderfließen

Modus Was er tut Wann nehmen
Weich Gleichmäßiger Übergang ohne Helligkeitseinbruch in der Mitte Standard. Passt fast immer
Kurz Nimmt den kurzen Weg um den Farbkreis Regenbogen und alles, was einen „spektralen“ Lauf braucht
Lang Nimmt den langen Weg um den Kreis Aus zwei Farben viele Zwischentöne gewinnen: Rot → Blau läuft über Gelb und Grün
💡 Der Unterschied zeigt sich an zwei Farben. Rot und Blau: „Weich“ ergibt violette Töne, „Kurz“ purpurne, „Lang“ führt durch den ganzen Regenbogen.

Richtung — wie die Farben auf den Geräten landen

Schaltfläche Verteilung
Auto Das Programm liest die Anordnung und entscheidet selbst. Was es gewählt hat, steht neben der Überschrift
Von links nach rechts über den Plan
Von vorn nach hinten (in die Bühnentiefe)
Von der Mitte der Auswahl nach außen
Im Kreis: Umlauf ab der Planoberkante im Uhrzeigersinn. Die Palette wird dabei geschlossen, damit an der Nahtstelle keine Kante entsteht
Nach Liste — nach DMX-Adressen, ohne Rücksicht auf die Anordnung

Auto arbeitet so: Stehen die Geräte in einer breiten Reihe, laufen die Farben von links nach rechts; stehen sie in der Tiefe, geht es in die Bühne hinein; stehen sie im Ring um die Tanzfläche, läuft es im Kreis. Als Ring gilt nur ein echter Ring: mindestens fünf Geräte, ungefähr gleicher Abstand zur Mitte und kein leeres Drittel des Kreises — sonst würde eine gewöhnliche Reihe für einen Kreis gehalten.

💡 Genau deshalb sollten die Geräte im 2D-Plan so stehen wie im Saal. Gerät verschoben, „Farbverlauf“ erneut gedrückt — und die Farben ordnen sich der neuen Anordnung an. Die Geräteliste umzusortieren oder Adressen zu ändern ist nicht nötig.

Spiegeln, Umgekehrt, Wiederholungen, Stufen

  • Spiegeln — die Palette läuft bis zur Mitte der Reihe und zurück: Die Ränder sind gleich, die Mitte hält die entfernteste Farbe. Ein symmetrisches Bild auf einem symmetrischen Traversenaufbau.
  • Umgekehrt — dreht die Richtung um.
  • Wiederholungen ×1…6 — wie oft die Palette über die Auswahl gelegt wird. Ein Regenbogen ×3 auf einer langen Front ergibt drei Regenbögen hintereinander.
  • Stufen 0…8 — macht aus dem weichen Verlauf eine feste Zahl klarer Farben. „weich“ (0) ist der normale Verlauf; 3 sind drei Farben als Blöcke, wie eine Flagge.
💡 „Stufen“ sind besonders nützlich für Geräte mit Farbrad: Zwischentöne haben sie ohnehin nicht, und so entscheiden Sie selbst, wie viele Farben auf der Bühne landen.

Ergebnis

Der Streifen unten im Fenster ist keine Dekoration. Er zeigt die Farbe, die ein Gerät wirklich erzeugen kann, und die Geräte stehen darin in der Reihenfolge, in der das Publikum sie sieht — nicht in der Reihenfolge der Liste. Ein Gerät mit Farbrad rastet auf den nächstgelegenen verfügbaren Slot ein; im Streifen ist das vor dem Anwenden zu sehen und nicht erst auf der Bühne während der Show. Haben einige Geräte keinen Platz im Plan, sagt das Fenster es in einer eigenen Zeile: An der Geometrie können sie nicht teilnehmen und bekommen den Anfang der Palette.

Anwenden und Speichern

  • Anwenden — die Palette erneut auf die aktuelle Auswahl legen (praktisch, wenn Sie andere Geräte gewählt haben, ohne das Fenster zu schließen).
  • Speichern — die aktuelle Palette ins Projekt legen. Es erscheint der Bereich „Meine Paletten“; die dort ausgewählte Palette hat ein Kreuz zum Löschen.

Eigene Paletten reisen in der Projektdatei (12.01) mit und öffnen sich zusammen mit der Show auf einem anderen Rechner. In einem neuen Projekt gibt es sie nicht — sie gehören zu einer konkreten Show, nicht zu den Programmeinstellungen.

Der Reiter „Parameter“ — Fächer für Helligkeit, Strahlen und mehr

Oben im Fenster gibt es zwei Reiter. „Farbe“ verteilt eine Palette auf die Geräte, „Parameter“ verteilt eine Zahl: Helligkeit, Pan, Tilt, Zoom, Fokus, Strobe. Verteilung, Bewegung und die Speicher-Schaltflächen sind gemeinsam, deshalb gilt hier alles, was Sie schon über Richtung, Spiegeln, Wiederholungen und Stufen wissen.

  • Was verteilen — die Liste entsteht aus den Kanälen, die die gewählten Geräte wirklich haben. PARs geben Helligkeit und Strobe; Köpfe zusätzlich Pan, Tilt, Zoom und Fokus, sofern das Profil sie beschreibt. Farbkanäle stehen nicht in der Liste: dafür ist der Reiter „Farbe“ da.
  • Von … bis — die Grenzen des Bereichs. Prozent für Helligkeit, Pan, Tilt und Strobe; 0–255 für andere Kanäle. Sie dürfen auch umgekehrt stehen („von 100 bis 20“) — dann läuft der Fächer abwärts.
  • Kurve — wie sich der Wert entlang der Reihe ändert:
Kurve Was sie tut
Linear Gleichmäßige Rampe von „von“ nach „bis“
Weich Dieselbe Rampe mit sanften Enden: an den Rändern ändert sich weniger
Hügel Die Ränder nehmen „von“, die Mitte „bis“. So entsteht „in der Mitte heller“

Fertige Handgriffe:

Aufgabe Wie
Helligkeitstreppe über die Front Helligkeit, von 0 bis 100
In der Mitte heller, an den Rändern dunkler Helligkeit + Kurve Hügel
Strahlenfächer Tilt, von 25 bis 75 (oder Pan — je nachdem, wohin gefächert wird)
Schmaler Strahl in der Mitte, breite außen Zoom + Hügel mit vertauschten Grenzen
Unterschiedliche Strobe-Raten über den Rig Strobe, von 0 bis 60
⚠️ Achtung: Geräte ohne diesen Kanal werden übersprungen — die Anzahl steht unter der Vorschau. Das ist kein Fehler: Ein PAR kann sich nicht neigen. Solche Geräte bleiben auch aus der Verteilung heraus: Die Spanne bekommen die, die sie wirklich zeigen können — ein PAR am Bühnenrand nimmt den Köpfen also keinen Teil des Fächers mehr weg.
💡 Bei einem Gerät mit mehreren Köpfen (Lichtbalken) steht jede Achse einzeln in der Liste — „Pan“, „Pan 2“ und so weiter. Der gewählte Eintrag führt seinen eigenen Kopf: So fächert ein einziger Fächer die Köpfe innerhalb eines Balkens auf und nicht nur die Balken untereinander.
💡 Ein Fächer aus Pan und Tilt addiert sich mit der FX-Engine: Der Fächer setzt die Grundstellung der Köpfe, FX wiegt sie darüber. Praktisch — Strahlen auffächern und ein gemeinsames Wiegen dazugeben.

Bewegung — der Farbverlauf erwacht

Der Block „Bewegung“ und die Schaltfläche „Start“ unten im Fenster setzen den Verlauf in Gang. Erneutes Drücken („Stopp“) hält ihn an.

Bewegungen für alle

Art Was passiert
Welle Die Palette wandert über die Geräte: derselbe Verlauf, nur der Startpunkt bewegt sich
Rückwärts Dasselbe in die andere Richtung
Hin und zurück Die Palette läuft bis zum Rand und kehrt um — ohne Ruck an der Wende
Kaleidoskop Die Palette behält genau ihren Farbsatz, doch die Farben springen zufällig zwischen den Geräten. Der Rig funkelt, ohne die gewählte Gamme zu verlassen
Stauchen Die Palette atmet: mal eine Lage über den ganzen Rig, mal mehrere, und zurück
Puls Die Farben bleiben stehen, und eine Welle aus Helligkeit läuft über sie hinweg
Wischen Über den Rig läuft eine scharfe Kante: dahinter das eine Ende der Palette, davor das andere. Ein fertiger „Flaggenwechsel“

Bewegungen aus der PRO-Erweiterung

Diese fünf tragen das PRO-Zeichen. Die Schaltflächen sind für alle sichtbar und lassen sich drücken — fehlt die PRO-Erweiterung, sagt das Programm es mit einem Hinweis. Bereits gebaute Szenen und Chases mit solchen Bewegungen spielen immer, auch wenn die PRO-Laufzeit abgelaufen ist.

Art Was passiert
Komet Über den Rig fliegt ein heller „Kopf“, hinter ihm zieht ein verglühender Schweif her. Die Farben bleiben der Verlauf — bewegt wird die Helligkeit
Funken Der Rig steht gedimmt, einzelne Geräte blitzen zufällig auf volle Helligkeit und gehen sanft wieder aus
Flamme Lebendiges Flackern ohne gemeinsames Muster: Jedes Gerät treibt selbst ein wenig über die Palette und atmet mit der Helligkeit. Die einzige Bewegung, die schon auf einem einzigen Gerät zu erkennen ist
Flut Die Fläche läuft von einem Rand des Rigs bis zum anderen Ende voll und wieder ab; nicht bedeckte Geräte bleiben gedimmt
Trugbild Jedes Gerät treibt langsam mit seiner eigenen Geschwindigkeit über die Palette. Ein teuer aussehendes Schillern für Flächenlicht im Hintergrund

Lauf und Variante

Unter den Bewegungs-Schaltflächen erscheinen zwei Regler — genau dann, wenn sie etwas ändern:

  • Lauf (→ / ← / ⇄) — bei „Wischen“, „Komet“ und „Flut“. ⇄ treibt das Bild bis zum Rand und wieder zurück: Der Komet dreht um und fliegt zurück.
  • Der Würfel — bei „Kaleidoskop“, „Funken“, „Flamme“ und „Trugbild“. Er gibt ein anderes Zufallsmuster derselben Bewegung: Gefällt nicht, wohin die Funken fallen — Würfel geklickt, neue Verteilung. Das Muster ist nicht „lebendig zufällig“: Ein gespeicherter Chase spielt in jeder Runde genau die gewählte Variante.

Charakter — ein Regler, sechs Bedeutungen

Der Regler „Charakter“ erscheint bei den neuen Bewegungen und bedeutet bei jeder etwas anderes: beim Kometen die Schweiflänge, bei Funken die Dichte der Blitze, bei der Flamme die Wildheit des Feuers, beim Wischen die Weichheit der Kante, bei der Flut die Weichheit der Wasserlinie, beim Trugbild, wie weit die Geräte über die Palette treiben. Die Mitte ist, wie die Bewegung standardmäßig läuft; die Schaltfläche „Reset“ daneben stellt sie wieder her.

💡 „Wischen“ liefert in der Mitte schon die härteste mögliche Kante, deshalb wirkt bei ihm die rechte Hälfte des Reglers: Sie verwischt die Kante zu einem breiten Verlaufsband.

„Mehr“ — vier Feinregler

Die Schaltfläche „Mehr“ unter den Bewegungen öffnet vier Regler, die bei jeder Bewegung wirken, auch bei den kostenlosen. In der Neutralstellung gibt jeder genau das, was ohne ihn war, und die Reset-Schaltfläche daneben holt alle vier zurück.

Regler Was er tut
Streuung Jedes Gerät bekommt seine eigene Phase. Aus der gleichmäßigen Welle wird Regen, aus dem Kometen ein Schwarm Glühwürmchen, aus der Flut Brandung. Der universellste Regler: Er verändert alle zwölf Bewegungen sichtbar
Anlauf Der Gang ist nicht mehr gleichmäßig: nach rechts bremst das Bild an den Rändern und rast durch die Mitte, nach links umgekehrt. Genau das nimmt der Bewegung das Mechanische
Nachglühen Trägheit von Farbe und Helligkeit: ein Gerät, an dem der Kopf vorbei ist, kühlt über Zwischentöne ab statt mit einem Ruck zu seiner Farbe zurückzukehren. Der Schweif des Kometen wird glühend
Hell. von Die Helligkeit von einer anderen Bewegung nehmen, die Farbe bleibt bei der gewählten. Zum Durchschalten drücken: Trugbild malt, Puls atmet; Wischen malt, Funken blitzen
💡 „Hell. von“ ist der stärkste der vier: Er verbindet zwei Bewegungen zu einer, und es gibt mehr Kombinationen als Bewegungen in der Liste. Fangen Sie mit „Trugbild + Puls“ auf der Fläche und „Wischen + Funken“ auf der Tanzfläche an.

Wie es gespielt wird

  • Tempo ÷4 … ×4 — wie schnell die Schritte im Verhältnis zum Show-Tempo wechseln. ÷4 ist sehr langsam (ein Schritt alle vier Takte), ×4 ist viermal schneller als der Beat.
  • Weichheit — links hartes Umschalten in Blöcken, rechts fließender Übergang. Beim Wählen einer Bewegung setzt das Programm selbst eine passende Weichheit (hart für „Funken“ und „Wischen“, weich für „Flamme“) — danach gehört der Regler Ihnen.
  • Sound — die Schritte folgen den Beats der Musik statt einem gleichmäßigen Tempo. Es zählt dieselbe Klangquelle wie bei den übrigen Effekten. Mit „Funken“ und „Wischen“ blitzt es dadurch genau auf den Beat.

Während die Bewegung läuft, wirken die Regler weiter: Palette, Richtung oder Stufen ändern — das Bild wird sofort neu aufgebaut, ohne Stopp.

💡 Die Verteilung gilt auch für die neuen Bewegungen, dadurch entstehen ganze Bilder gratis: „Spiegeln“ schickt zwei Kometen aufeinander zu, „Wiederholungen ×3“ ergibt drei Kometen gleichzeitig, und „Welle“ mit „Spiegeln“ ergibt gegenläufige Wellen, die in der Mitte zusammenschlagen.

Vorschau: wie es aussieht, bevor es läuft

Der Streifen „Was dabei herauskommt“ unten im Fenster zeigt nicht nur Farben — er spielt die gewählte Bewegung. Er zeigt Farbe UND Helligkeit jedes Geräts, deshalb lesen sich Komet, Funken und Flut dort genauso wie später auf der Bühne. Die Schaltfläche neben der Beschriftung hält die Anzeige an und setzt sie fort.

💡 Bewegungen aus der PRO-Erweiterung laufen in diesem Streifen bei allen, auch ohne PRO: Drücken Sie „Komet“ — auf die Geräte geht sie nicht, im Streifen läuft sie trotzdem, und daneben erscheint die Markierung „Komet · PRO“. So sieht man vor dem Kauf, was man kauft. Der Charakter-Regler wirkt dabei ebenfalls.

Wohin speichern

  • „Speichern“ — den Farbsatz ins Projekt (siehe oben).
  • „Als Szene“ — eine Momentaufnahme des ganzen Rigs. Läuft gerade Bewegung, merkt sich die Szene auch sie — nicht als fertige Bilder, sondern als Rezept: woraus sie gebaut ist. Verschieben Sie danach ein Gerät im Plan, wird die Verteilung beim nächsten Aufruf der Szene neu berechnet.
  • „Als Chase“ — die Bewegung als gewöhnlicher Chase. Das ist eine Schicht über den Szenen: Sie läuft nur auf den ausgewählten Geräten und lässt das übrige Licht in Ruhe. Darin liegen fertige Schritte, sichtbar und bearbeitbar im Chase-Editor. Der Chase landet in der Bibliothek, in der Projektdatei, in Playlists und im Live-Modus.
  • Programmer zurücksetzen (C) stoppt die Bewegung zusammen mit allem anderen.
💡 Was nehmen: Sie brauchen das ganze Bild — eine Szene; Sie wollen einen Durchlauf über andere Szenen legen oder ihn Schritt für Schritt bearbeiten — einen Chase.
💡 Einen Versuch wert: Regenbogen + „im Kreis“ + Welle — das Spektrum läuft um den Ring; „Warm — kalt“ + „Spiegeln“ + Hin und zurück — die Bühne atmet sanft; drei Stufen + Kaleidoskop mit Weichheit auf null — die Farben schalten im Takt; „Feuer“ + Puls — lebendige Flamme über den ganzen Rig.

Wie sich das auf echte Geräte überträgt

Ein Farbverlauf erfindet keine neue Steuerung — er gibt jedem Gerät seine eigene Farbe, ab da greift die übliche Farbmechanik (03.02):

  • RGB / RGBW — die Farbe wird auf den LEDs gemischt;
  • CMY — sie wird in Filterstellungen umgerechnet;
  • Farbrad — das Rad fährt auf den nächstgelegenen Slot, der Übergang wird stufig;
  • Gerät ohne Farbsteuerung — bleibt, wie es war.

Die Auswahl darf gemischt sein: PARs, Köpfe mit Farbrad und CMY-Geräte vertragen sich in einem Verlauf, jedes nimmt, was es kann.

Ein Farbverlauf in der Szene

Extra speichern muss man nichts: Ein Verlauf lebt als gewöhnliche Gerätefarben. Speichern Sie eine Szene, ist der Verlauf mit gespeichert und wird beim Aufruf wiedergegeben. Ebenso gelangt er in Presets, in Chases (als Schritt) und in die Projektdatei.

Fertige Rezepte

Aufgabe Wie
Regenbogen über die ganze Front Front auswählen → Schaltfläche „Farbverlauf“
Symmetrisches Bild Palette „Sonnenuntergang“ → Spiegeln
„Flagge“ aus drei Farben Eigene Palette aus drei Punkten → Stufen 3
Warme und kalte Bühnenseite Palette „Warm — kalt“, Richtung
Farbring um die Tanzfläche Ring von Geräten auswählen → „Auto“ wählt im Kreis von selbst
Dichte Farbstreuung auf langer Traverse Regenbogen → Wiederholungen ×3
Bühnentiefe in Farbe Richtung : Front warm, Hintergrund kalt
Spektrum, das um den Ring läuft Regenbogen → „Auto“ (im Kreis) → Welle
Fahnenwechsel in zwei Farben Eigener Farbsatz aus zwei Punkten → Wischen → Weichheit auf null
Komet hin und zurück Beliebiger Farbsatz → Komet (PRO) → Lauf
Zwei Kometen aufeinander zu Komet (PRO) → Spiegeln
Lagerfeuer aus einem Gerät Farbsatz „Feuer“ → Flamme (PRO)
Funken genau auf den Beat Funken (PRO) → Schalter Sound
Fertige Nummer zur Musik Bewegung einstellen → „Als Chase“ → Chase in eine Playlist

Nützliches in der Nähe

  • Schnellspeichern als Szene — die Schaltfläche an der Visualisierung: Verlauf legen und sofort zur Szene machen.
  • Highlight (H) — vor dem Anwenden prüfen, welche Geräte ausgewählt sind.
  • Programmer zurücksetzen (C) — zurück auf ein leeres Blatt.
⚠️ Achtung: Ein Farbverlauf wirkt auf die ausgewählten Geräte. Ist eine Gruppe gewählt, wirkt er auf die ganze Gruppe; ist nichts gewählt, gibt es nichts anzuwenden, und das Fenster sagt es.
Abb. 03.03.1 — Das Fenster „Farbverlauf“ und ein Regenbogen über die Geräte
Abb. 03.03.1 — Das Fenster „Farbverlauf“ und ein Regenbogen über die Geräte